Das Grundgerüst

Grundlegende Formalitäten

Abschlussarbeiten werden stets auf weißem Papier im Format DIN A4 hochkant verfasst. Ohne anderslautende Vorgaben gelten Ränder von je 2,5cm oben und unten, 3cm rechts und 3,5cm links als ausreichend. Hinzu kommt der jeweils benötigte Binderand.
Als Schriftarten haben sich Times New Roman (Schriftgröße 12, Fußnoten 10) und Arial (Schriftgröße 11, Fußnoten 9) mit 1,5fachem Zeilenabstand durchgesetzt.
Mit Ausnahme des Titelblatts werden alle enthaltenen Seiten fortlaufend nummeriert. Textseiten ab der Einleitung und Literaturverzeichnis werden arabisch, alle anderen Einzelblätter und Verzeichnisse römisch nummeriert. Bei doppelseitigem Druck und nicht mittiger Platzierung der Seitenzahl muss besonders sorgfältig auf die Positionierung geachtet werden.
Eine detallierte Anleitung zur adäquaten Einrichtung Ihres Textverarbeitungsprogramms erhalten Sie unter dem Menupunkt 'MS Word'.


Üblicher Aufbau einer Abschlussarbeit:

• Titelblatt
• Inhaltsverzeichnis
• Abbildungsverzeichnis
• Tabellenverzeichnis
• Abkürzungsverzeichnis
• Einleitung
• Hauptteil
• Zusammenfassung
• Literaturverzeichnis
• Anhang
• Eigenständigkeitserklärung

Titelblatt:
Das Titelblatt wird oftmals vom Prüfungsamt vorgegeben.
Es muss enthalten: Art der Abschlussarbeit, Thema der Arbeit, Name und Ort der prüfenden Hochschule ggf. mit Fachbereich, Name und Wohnort des Studenten, Name und Institut des Prüfers, Abgabedatum (Monat und Jahr).
Das Titelblatt wird nicht nummeriert, aber bei der Nummerierung mitgezählt.

Inhaltsverzeichnis:
Darstellung der Gliederung der Arbeit.
Jeder thematische Abschnitt erhält eine eigene Gliederungszahl in dekadischer Klassifikation (ausschließliche Verwendung arabischer Ziffern, jeweils getrennt durch einen Punkt, kein Punkt am Ende). Zur besseren Übersichtlichkeit sollten Ebenen streng strukturiert untereinander gelistet werden. Hervorhebungen können durch Fettschrift oder Variation der Schriftgröße erreicht werden, Wechsel der Schriftart sind zu vermeiden. Die einzelnen Gliederungspunkte sind mit den entsprechenden Seitenzahlen zu versehen, wobei zur besseren Zuodnung eine optische Verbindung wie z.B. eine durchgezogene gepunktete Linie wünschenswert ist.
Gefordert ist eine möglichst übersichtliche Gestaltung, daher sollte die Struktur sich über maximal drei Ebenen erstrecken, jede Ebene muss mindestens zwei Unterpunkte enthalten, allzu kurze Kapitel und damit eine übermäßige Verschachtelung sind zu vermeiden. Überschriften sollten aussagekräftig gewählt werden, idealerweise das Thema des Kapitels komprimieren.

Abbildungsverzeichnis:
Abbildungen finden dann Verwendung, wenn sie Sachverhalte besser darlegen können als die Textform. Abbildungen zu Illustrationszwecken oder zum Platzgewinn sind nicht gern gesehen. Bilder werden in den Text integriert, nur Überformate gehören in den Anhang. Jede Abbildung sollte mindestens einen Bezug im Text haben und hier mit Nummer und ggf. Seitenzahl genannt werden.
Die Abbildung selbst wird mit ihrer Nummer, einem aussagekräftigen Titel und einem Quellenverweis (bei Eigenleistung: "eigene Darstellung" o.ä.) versehen. Diese Angaben stehen direkt unterhalb der Abbildung.
Verwendete Abbildungen werden durchlaufend nummeriert.
Diagramme werden zu Abbildungen gezählt und dementsprechend gelistet.

Tabellenverzeichnis:
Auch Tabellen sollten immer einen Bezug im Text haben und mit fortlaufender Nummer, aussagekräftigem Titel, Quellenverweis (bei Eigenleistung: "eigene Darstellung" o.Ä.) und ggf. Seitenzahl versehen werden.

Abkürzungsverzeichnis:
Allgemein gebräuchliche, d.h. im Duden aufgeführte Abkürzungen können auch in einer Abschlussarbeit verwendet werden und bedürfen keiner gesonderten Erwähnung. Alle im Text oder im Literaturverzeichnis verwendeten (und nur diese) themenspezifischen Abkürzungen werden in alphabetischer Reihenfolge in einem Abkürzungsverzeichnis gelistet.
Grundsätzlich stört der Gebrauch themenspezifischer Abkürzungen oftmals den Textfluss, daher sollten sie sparsam eingesetzt werden. Jede verwendete themenspezifische Abkürzung muss bei ihrer erstmaligen Erwähnung in Klammern hinter dem ausgeschriebenen Wort oder Ausdruck stehen.

Einleitung:
Die Einleitung des Textteils sollte eine, maximal 2 Seiten umfassen und einen kurzen Abriss der folgenden Arbeit enthalten. Enthalten sein sollten Aufgabenstellung, Zielsetzung, Lösungsweg mit Begründung sowie eine grobe Übersicht über die einzelnen Kapitel. Wichtig hierbei ist die Darstellung der thematischen Relevanz und die Einordnung in einen wissenschaftlichen Themenkomplex mit Erläuterung der gewählten Abgrenzungen.
Es empfiehlt sich, die Einleitung erst am Ende der Arbeit zu schreiben.

Hauptteil:
Im Hauptteil wird das Thema der Arbeit vollständig abgearbeitet. Das Thema wird ausführlich eingeordnet und abgegrenzt, das gesammelte Material wird anhand einer logischen Strukturierung systematisch dokumentiert und analysiert.

Zusammenfassung:
An dieser Stelle erfolgt eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten Ergebnisse und ihre Bewertung. Diese Ergebnisse sollten wieder in den wissenschaftlichen Themenkomplex integriert werden, aus dem sie ursprünglich entnommen wurden. Ebenfalls wünschenwert ist ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen bzw. Fragestellungen.

Literaturverzeichnis:
In das Literaturverzeichnis gehören alle im Text und im Anhang verwendeten Quellenangaben (und nur diese). Die eigentliche Quellenangabe erfolgt im Textteil mittels Klammern oder Fußnoten, das Literaturverzeichnis dient dem Überblick über die verwendete Literatur. Zitate müssen als solche kenntlich gemacht werden, bei sinngemäßem Zitieren wird ein "vgl." vorangestellt. Auslassungen, Ergänzungen und Hervorhebungen durch den Zitierenden sind als solche zu kennzeichnen.
Bei der verwendeten Literatur wird immer eher die Qualität als die Quantität gewertet. Es ist darauf zu achten, dass immer die aktuelle Auflage und das Original eines Textes herangezogen wird.
Es sollten ausschließlich öffentlich zugängliche Quellen verwendet und aufgeführt werden.
Formal gehören in einen Quellennachweis: Nachname und Initial(en) des Vornamens des Verfassers ohne akademische Grade und Titel, ggf. Herausgeber, Erscheinungsjahr, Titel und Untertitel, Auflage und Erscheinungsort. Um einen möglichst unkomplizierten Zugriff zu gewährleisten, sind bei Veröffentlichungen in Zeitungen oder Sammlungen die relevanten Stellen besonders genau einzugrenzen. Bei elektronischen Veröffentlichungen im Internet ist der volle URL sowie das Abrufdatum wichtig.
Gelistete Quellen werden dem Verfasser nach alphabetisch geordnet. Bei mehreren Quellen desselben Verfassers erfolgt die Anordnung chronologisch, beginnend beim ältesten Werk. Mehrere Werke desselben Verfassers aus dem gleichen Jahr werden wiederum alphabetisch geordnet.

Anhang:
Ein Anhang wird erforderlich, wenn große Abbildungen oder sonstiges Zusatzmaterial den eigentlichen Text der Arbeit unübersichtlich machten und zum Verständnis des Textes nicht zwingend notwendig sind. Üblicherweise sind dies übergroße Grafiken, Fragebögen oder umfangreiche Tabellen. Je nach Umfang des Anhangs sollte dieser nochmals untergliedert und ein Inhaltsverzeichnis vorangestellt werden.
Natürlich gilt auch für den Anhang: Jede darin enthaltene Abbildung oder Tabelle muss mindestens einen Bezug im Textteil haben.

Eigenständigkeitserklärung:
Die Erklärung zur selbständigen Erarbeitung wird häufig vom Prüfungsamt vorgegeben. Sollte dem nicht so sein, wäre ein möglicher Wortlaut:
"Ich versichere an Eides Statt, die vorliegende Arbeit selbständig verfasst und alle verwendeten Quellen und Hilfsmittel benannt zu haben. Alle wörtlich oder sinngemäß anderen Veröffentlichungen entnommenen Stellen wurden als solche kenntlich gemacht.
Diese Arbeit ist bisher keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegt worden."
Zur Eigenständigkeitserklärung gehören Ort, Datum und eigenhändige Unterschrift.