Zur sinnvollen Gliederung einer Abschlussarbeit

Mind Mapping

Die Gliederung einer Abschlussarbeit spiegelt ihren strukturellen Aufbau wieder. Voraussetzung hierfür ist die Eingrenzung und Niederschrift der zu behandelnden Themensegmente, die idealerweise schon parallel zur Recherche stattgefunden hat.
Zum Erarbeiten einer Gliederung empfiehlt sich die Mind-Map-Methode. Eine kurze Einführung ins Mind Mapping erhalten Sie bei Zmija.de. Zunächst wird das Thema / die zentrale Fragestellung der Abschlussarbeit in die Mitte eines querformatigen Blattes geschrieben. Rundherum werden die einzelnen Themengebiete und Oberbegriffe kreisförmig angeordnet und anschließend alle niedergeschriebenen Begriffe zueinander in Beziehung gesetzt.
Es dient sowohl der Übersichtlichkeit als auch der Zeit- und Papierersparnis, Mind Maps mittels Software zu erstellen. Ein kostenloses Tool zur Mind-Map-Erstellung gibt es z.B. bei Softonic.

Anordnungsmuster

Die erarbeiteten Elemente und Beziehungen müssen nun logisch strukturiert werden. Hierzu gibt es je nach Thema diverse Ansätze. Beispiele sind:
• chronologische Anordnung
• Anordnung von der Praxis zur Theorie oder umgekehrt
• Anordnung vom Allgemeinen zum Besonderen
Falls eine hierarchische Anordnung nicht möglich sein sollte, könnten bspw. Gegenüberstellungen von Pro und Kontra oder auch Vergleiche Leitlinien für eine Gliederung sein.
Die fertige Gliederung muss unbedingt in sich konsistent sein, quasi ein Beleg für klare Gedankenführung. Es dürfen keine logischen Lücken oder gar Widersprüche entstehen, keine Wiederholungen oder Rückschritte vorkommen und der Argumentationsverlauf muss stets sicht- und nachvollziehbar sein.
Grundsätzlich ist eine symmetrische Gliederung erstrebenswert, also ähnliche Ebenentiefe, ähnlicher Kapitelumfang, ähnliche Anzahl von Unterkapiteln. Sie dient der Übersichtlichkeit und vermittelt den Eindruck klar strukturierter Denk- und Vorgehensweisen.
Im ersten Gliederungspunkt sollten stets Thema, Ziel und Methodik sowie grundlegende Begrifflichkeiten erklärt werden. Der letzte Gliederungspunkt sollte einer Zusammenfassung vorbehalten bleiben. Elegante Kapitelübergänge erreicht man durch einen vorausblickenden Schlussgedanken am Ende der vorangehenden und einen kurzen rückblickenden Bezug zu Beginn des folgenden Kapitels.

Überschriften

Besonders wichtig sind aussagekräftige Überschriften. Diese enthalten üblicherweise 3-6 Worte, kommen ohne Verben, Adverben und Füllworte aus und verzichten auf jede Form der Effekthascherei. Eine gute Überschrift extrahiert das Thema des folgenden Kapitels, nicht die Kernaussage (> keine Verben). Auf keinen Fall sollten Überschriften als Frage formuliert sein.